Sonntag, 4. Mai 2014

(Ohne) Worte

Wir reden alle so viel...den ganzen lieben langen Tag lang. Wir unterhalten uns über die Arbeit, über Alltägliches, was wir erlebt haben. Wir reden miteinander, über andere, oder über uns selbst. Erzählen aus unserem Leben, manchmal Belangloses zur simplen Konversation, manchmal über Wichtiges, um sich Dinge von der Seele zu reden.

Aber selbst Letzteres bedeutet in den seltensten Fällen, dass wir die Worte an die Person richten, die sie betreffen...
Warum fällt es uns bei all dem Gerede nur immer wieder so schwer, die Dinge auszusprechen, die uns wirklich am Herzen liegen? Dinge, die man einem Menschen so gerne sagen würde, Dinge, die einem das Gefühl geben man platze gleich, wenn man es nicht endlich loswerden kann, weil sie raus wollen, raus raus raus.... Was aber rauskommt sind nur Tränen, weil man glaubt die Worte zurückhalten zu müssen. Weil man sich einfach nicht traut... Aus purer Angst vor der Reaktion...  Weil man so viel riskiert....

Über Dinge zu sprechen, bei denen die Worte nur solche sind, ist einfach.
Aber etwas auszusprechen, bei dem das Wort der Träger eines puren Gefühls ist.... das ist verdammt schwer....
Aber ohne Worte kommt man irgendwie auch nicht weiter...

Kommentare:

  1. Manchmal hilft es, die Worte einfach aufzuschreiben. Dann muss frau sich nur noch trauen, den Brief auch abzugeben, die E-Mail zu senden oder den Zettel zuzustecken ... Aber grundsätzlich gilt auch hier: no risk, no fun. Nur wer viel investiert, kann den Gewinn maximieren - oder eben einen Totalverlust erleiden. Aber bei Gefühlen gibt es den Vorteil, sie immer wieder aufbauen zu können. Und ist es nicht besser, tüchtig "auf die Fresse" zu bekommen, als ein Leben lang einer
    verpassten Chance nachzutrauern? Wunden heilen, Chancen vergehen ...
    LG,
    Ralph

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  2. Ja, du hast ja recht....
    Aber was ist mit dem berühmten richtigen Zeitpunkt? Gibt es den überhaupt? Sollte man trotz dessen, dass das keine Kopfsache ist nicht versuchen, die Gefühlsladung die da in einem ist ein bisschen zu kontrollieren? Ist es nicht irgendwo auch egoistisch, einen anderen mit einem Gefühlsausbruch zu überrumpeln?

    Ach Fragen über Fragen... und eine Patentlösung gibts mal wieder nicht....
    Aber wenn man halt nicht ständig in Interpretationen verfallen will und die fragzeichen immer mehr werden.... dann gibt es wohl nur die eine Lösung....

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    1. Natürlich habe ich recht^^
      ... aber es gibt immer mehr als eine Lösung! "Alternativlos" gibt es nur in der Politik und auch nur als (Schwachsinns-) Begriff! Doch manchmal muss frau einfach Farbe bekennen - ich wünsche Dir Glück und einen guten Ausgang!!!

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    2. Es geht hier nicht mal zwingend nur um mich...dieses Problem fällt mir in meinem Umfeld in letzter Zeit vielfach auf.... daher diese Gedankengänge....
      Schon seltsam, wie schwer wir uns tun, wenn es um Emotionales geht, egal welcher Art...

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  3. Manchmal wartet man dann auch einfach zu lange, bis sich das besagte Gefühl aufstaut und (meistens) in etwas ungutes, mitreißendes verwandelt. Und dann kracht es gewaltig, obwohl der Auslöser den darauf folgenden Aufwand gar nicht mitgetragen hat.
    Himmel - siehst du, was du angerichtet hast? Jetzt kann ich mich nicht einmal mehr verständlich ausdrücken! ;-)

    Der Mensch ist zwar sehr kommunikativ und redet vieles zu Tode, aber die wesentlichen Sachen werden dabei meist ausgeklammert..

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    1. Ich verstehe schon was du meinst.... besonders weil ich gerade merke, wie sich da schon was anstaut... weniger allerdings besagtes Gefühl sondern vielmehr Frust, dass das alles immer so wahnsinnig kompliziert sein muss... -.-

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