Samstag, 19. August 2017

Was zählt

Das Leben kann immer wieder deine Pläne durchkreuzen.
Es kann dich ängstigen.
Dich zum Weinen bringen.
Wütend machen.
Verwirren.
Es kann immer wieder ein Miststück sein.

Und doch kann es dir am Ende eines Tages ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.
Auf dein tränenüberströmtes Gesicht...

... dann,  wenn dir klar wird,  dass du in ihm Menschen hast,  mit denen du und die miteinander in Liebe verbunden sind...

Letztlich.
Zählt nur.
Das.

Montag, 31. Juli 2017

Wir waren mutig

Ich stellte dir die Frage, an jenem Tag.
Obwohl ich die Antwort fürchtete.
Doch wenn ich eines gelernt hatte in den jüngsten Jahren zuvor,  dann,  dass man diesen Mut aufbringen muss.
Dass man sich selbst genug wert sein muss,  um nicht der Zeitvertreib eines anderen zu sein. Oder der Spielball.  Oder was auch immer.
Dass es Mut braucht,  sich auf einen anderen Menschen einzulassen.  Ganz.  Ohne wenn und aber.

Wir waren beide mutig.
Und es hat sich gelohnt.

Sonntag, 16. Juli 2017

Am liebsten...



Am liebsten... jetzt den Blick in die Ferne schweifen lassen. Durch das Fliegengitter hindurch und über die grauen Dächer hinweg.
Einfach übermalen, mit bunten Farben aus dem Gedankenmalkasten. Am liebsten viel Grün und Blau.

Am liebsten... die To Do-Liste zerreißen, in winzige Fetzen. Einfach liegen lassen, auf dem ungeputzten Boden.
Ab ins Bett. Flach und klein machen und alle Verantwortung ins Nachtkästchen legen.

Am liebsten... morgen aufwachen und allem trotzen. Ein Ziel vor Augen und voller Energie darauf zu bewegen. Nein sagen. Und wo es lang geht. Und die Welt retten.
Wachsen. Am besten über mich hinaus.

Am liebsten... alle Emotionen frei lassen. Jetzt. Sie allen betreffenden Menschen mitteilen. Nicht auf einmal, sondern einzeln. Briefe schreiben. Handgeschrieben. Anrufen. Vielleicht mit einem Glas Wein in der Hand. Nicht als Notwendigkeit, sondern des Stils wegen.
Alles raus und weg.


Am allerliebsten... an der Uhr drehen. Deinem Lächeln entgegen, deinen Armen. Ausatmen. Zur Ruhe kommen. Deine Hände auf meinen Hüften und in meinem Haar. Der Blick in deine Augen als Antwort auf Alles. Keine Fragen mehr.
Am liebsten nur Du und Ich.

Sonntag, 2. Juli 2017

One year later...



Heute vor einem Jahr...
Habe ich wohl kaum geahnt, dass meine Suche endlich ein Ende haben würde.
Das Suchen, Versuchen... immer wieder. Immer wieder erfolglos, immer wieder enttäuschend.

Ich ahnte nicht, als ich die Tür öffnete, dass dort die Erfüllung all meiner Sehnsüchte die Treppe empor kam.
Ich blickte in freundliche, warme Augen.
Die Umarmung zur Begrüßung war, wenn ich mich recht entsinne, ein wenig länger als flüchtig...
Ich hatte ein gutes Gefühl gehabt, dich gleich beim ersten Date zu mir nach Hause einzuladen.
Ich wusste nicht warum und brach damit meine eigene Regel. Aber es fühlte sich einfach richtig an.
Oder vielleicht war ich auch einfach nur gleichgültiger geworden?
Alles in allem war die vorherrschende Stimmung verhaltener Optimismus.

Bei uns beiden, wie sich später herausstellte.
Wir hatten beide zu viel Mist erlebt.

Ich weiß bis heute nicht, ob wir uns bereits am ersten Abend küssten, weil wir beide einfach nichts mehr zu verlieren hatten - oder ob wir es vielleicht tief in unserem Inneren doch spürten...

Wir hatten einen schönen Abend.
Und bald folgte der nächste.
Aus der Asche des verhaltenen Optimismus keimte bald neue Hoffnung...
Und schneller als wir ahnten oder es für möglich gehalten hätten, sprossen daraus zarte Pflänzchen...
Zuneigung. Verbundenheit. Ein unerklärlich schnell wachsendes Vertrauen...

Heute, ein Jahr später...
Stehen wir inmitten eines reich blühenden Gartens...
 





... und ich bekam endlich meinen Kuss im Regen ...

Dienstag, 16. Mai 2017

Wenn...


... dir jemand liebevolle Zeilen schreibt, die dich auch beim zehnten mal Lesen zu Tränen rühren ...

... jemand drei Stunden Weg auf sich nimmt, obwohl er weiß, dass er dir an diesem Wochenende nur Tee kochen und beim Husten zuhören wird ...

... er einfach weiß, dass du ihn gerade brauchst ...

... eine simple Berührung auf einmal einen heftigen Gefühlsausbruch auslöst ...

... er dir immer wieder sagt und vor allem zeigt, was du ihm bedeutest ...

... du  absolutes Vertrauen versprürst, in jeder Sekunde und so bedingungslos wie nie zuvor ...

... du dir bis in eine noch so ferne Zukunft einfach keinen anderen Menschen an deiner Seite vorstellen kannst ...



Dann ...

... ist alles Schwierige leichter zu ertragen ...

... ist alles Schöne stets in Licht und Wärme gehüllt ...

... lassen sich hundert Dinge, die du hierzu noch niederschreiben könntest, in einem einzigen Wort zusammenfassen ...


... Liebe.

Freitag, 21. April 2017

Erinnerungen und Zukunftsgedanken

Wenn man eine Fernbeziehung führt, ist es schon eine schöne Sache, wenn man eine komplette Woche miteinander verbringen kann.
Insbesondere wenn die vorhergehenden Wochenenden Krankheit, Unwohlsein und Alltagsstress zum Opfer gefallen sind.
Da war es mal wieder an der Zeit, sich neue Erinnerungen zu schaffen.
Denn die schönsten Erinnerungen sammelt man immer zu zweit:






Osterfrühstück mit gegenseitig gebastelten Geschenken :)


Besuch der Amöneburg bei Kirchhain...


 ...bei wahrhaft irischem Wetter - Sonne, Regen und Schnee minütlich wechselnd und mit viel Wind. 

 

 Gute Vorbereitung auf den bevorstehenden Herbsturlaub ;)   




Bummel durch die Marburger Altstadt mit tollen Ausblicken....












 

... und Impressionen








Es ist schön, sich solche gemeinsamen Erinnerungen zu schaffen.
Wie sie sich in Gedächtnis und Herz einprägen... 
Für den oft eher rauen Alltag stärken.
Und Zukunftsgedanken hervorrufen...
Wie es einmal sein wird, wenn das "Fern" in Fernbeziehung endet.
Wie es einmal sein wird, sich ein gemeinsames Leben aufzubauen...

Sonntag, 2. April 2017

Es Krise-lt

Okay, vielleicht hab ich doch sowas wie ne Krise.
Die Sache ist nur die: wenn es so ist, ist das leider total dumm.

Nein das Leben läuft nicht immer perfekt.
Und es ist doch eigentlich schon fast sowas wie ein Naturgesetz, dass (gefühlt) immer alles auf einmal kommt und scheiß Dinge immer dann passieren, wenn man sie am allerwenigstens gebrauchen kann (mal ganz abgesehen davon, dass man scheiß Dinge nie gebrauchen kann).
Und noch dazu passiert doch eigentlich gerade auch was ziemlich Gutes.
Beruflich ändert sich was, und das doch eigentlich so, wie ich's die ganze Zeit wollte.
Zumindest kann es doch nur besser werden.... oder?

JA, verdammt!
Was soll der Mist also?!
Was soll dieses psychisch zermürbende Gedankenkarussell seit Wochen?
Was soll das, dass ich ausgerechnet jetzt einer üblen Erkältung erliege, die ich seit Wochen akribisch zu vermeiden versucht habe? Und natürlich die daraus resultierende Panik, der Druck, jetzt nicht krank sein zu dürfen.... verdammter Teufelskreis...

Aber was vor allem soll das, dass ich seit Wochen in regelmäßigen Abständen zu einem emotionalen Häuflein Elend mutiere?!
Melancholisch, traurig.... gereizt, sauer....
Und am allermeisten bedenklich: dieses Gefühl zu haben, alleine nichts mehr auf die Reihe zu bekommen...

Ich habe den vermutlich wundervollsten Menschen dieser Welt  an meiner Seite - und breche gerade in seiner Anwesenheit regelmäßig in Tränen aus oder gar halb zusammen.
Heute wollte ich, dass er nach Hause geht.
Obwohl ich genau weiß, dass dieser Abend, diese Nacht furchtbar sein werden; voller Aufregung vor dem Unbekannten und voller Panik, dem in meinem momentanen Zustand nicht gerecht werden zu können.
Es hätte so gut getan, heute Nacht nicht alleine einschlafen, den morgigen Tag nicht alleine begehen zu müssen. Wenn jemand da gewesen wäre, wenn ich nach Hause komme....
Aber ich wollte, dass er geht.
Weil er mir schon die ganze Zeit seine Schulter bietet, an die ich mich nicht nur anlehne, sondern förmlich klammere.
Das geht so einfach nicht. Ich kann nicht dauernd dieses heulende Häuflein sein.
Noch dazu aus so nichtigen Gründen...

Also, du scheiß Panikkopf, hör auf, bei jedem Piep in Panik zu verfallen.
Also, du scheiß Nasennebenhöhlenentzündung, hör auf, mir die Luft zum Atmen zu nehmen.
Also, du nerviges Emotionsgedöns, hör auf, mich dauernd zum Heulen zu bringen.
Das produziert nur mehr Schleim, der dich nicht atmen lässt und du fühlst dich elend und panisch....
Schluss!

Dein Leben wird sich jetzt verändern.
Und das ist gut so.
Du warst nämlich nicht zufrieden.
Und an dieser Veränderung hast du gearbeitet.
Alleine.
Du kannst nämlich Dinge alleine bewältigen.

Und für alles andere: hast du den vermutlich wundervollsten Menschen der Welt an deiner Seite...


















________________________________________________

....trotzdem... kann mir mal bitte einer sagen, ob ich die Einzige bin, die so dermaßen bescheuert sinnlos dramatisch-emotional ist?! Ist das irgenein Hormonscheiß?! So ne Art Midlife-Crisis?? Denn für so ne Teenie-Kacke bin ich echt zu alt und für Wechseljahre zu jung....
Gibt es denn keine Lebensphase in der man mal gefestigt ist....? -.-