Donnerstag, 5. Juli 2018

Das wertvolle Ich...


Bildquelle: www.debeste.de





Wir neigen meist dazu, eher mit dem Verstand zu entscheiden.
Nur warum eigentlich?
Letztlich doch immer aus irgendeinem Pflichtgefühl heraus...
Wir haben Aufgaben im Alltag zu erfüllen.
Dinge, die von uns erwartet werden. Und die uns ein schlechtes Gewissen machen, wenn wir ihnen aus sogenannten "egoistischen" Gründen nicht nachkommen.

Aber wie oft haben wir uns im Nachhinein darüber geärgert?
Wenn wir den Erwartungen anderer gerecht wurden - aber nicht uns selbst...

Wenn wir all unsere verschiedenen Rollen, die wir tagtäglich zu spielen haben einmal subtrahieren - Arbeitnehmer, Tochter, Partnerin, Freundin.... - dann bleibt am Ende schlicht und einfach das ICH stehen, ganz für sich alleine.
Und zu diesem ICH - und nur zu ihm! - spricht das Bauchgefühl...

Warum ist uns dieses ICH oft so wenig wert...?


Sonntag, 1. Juli 2018

Seven Pictures From Cloud 7...

....



Arm in Arm in den Himmel schauen...









Wasser, Wind, und Wir...






 Just Love....
 








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Drei Wochen waren hart.
Das will ich so selten wie möglich nochmal haben.
Aber letztlich haben diese Zeiten zumindest den Vorteil, dass wir auch nach zwei Jahren Beziehung noch das Wolke 7 - Gefühl erleben dürfen...
... und uns gleichzeitig sicher sein können, dass wir von dieser nicht mehr runterfallen werden...


Sonntag, 24. Juni 2018

Zu viel Ohne.


Zu viel.
Zu viel los, zu viele Gedanken, zu viel Schmerz, zu viele Tage, die den Nächten gleichen.
Und viel zu lange. Ohne.
Beziehungen sind nicht dafür gemacht, so lange auf den Partner zu verzichten.
Nicht auf Dauer zumindest.

Der Blick schweift. Durchs Zimmer. An der Wand das Foto, das meinen Blick nicht erwiedert. In schwarz-weiß. 
Auf dem Schreibtisch der Brief. Worte voll Liebe auf gelbem Grund. Tragen Zukunftsgedanken, die noch geboren werden möchten. 
Einmal innerer Blick und zurück. Dunkel, dann bunt, dann wieder grau. Wieso ist es da so nass? Tränen. Ein ganzes Meer. Mit Wellenschlag und Küstennebel im Morgengrauen... 
Oh bitte, Zeit...hinweg mit dir. Steinige Gegenwart zu moosbedecktem Zukunftspfad...

Ich habe diesen scheiß WhatsApp-Ton nicht gehört.
Und nun schläfst du. Dieser verfluchte eine Haken, wie ich ihn hasse.
Ich sehne mich so sehr nach deiner Stimme, dass dies für den Zusammenbruch des Tages sorgt...

Es ist zu viel. Zu viel Ohne. Ich will mit. Mit dir und wir allein und über alles.
Und du bist selbst schuld. Weil du mich liebst.







Sonntag, 17. Juni 2018

Reispfanne per uno


Ich stehe in der Küche und koche.
Die Reispfanne, die du auch so gerne isst.
Wie gerne würde ich mit dir gemeinsam zu Mittag essen.

Du fehlst mir furchtbar.
Es ist mal wieder eine dieser Phasen, in der wir uns lange nicht sehen können.
Es ist nicht mal Halbzeit und die Sehnsucht steigt von Tag zu Tag und macht sich in so vielen Kleinigkeiten des Allags bemerkbar.
Gemeinsam essen. Zusammen am Tisch, statt alleine auf der Couch vor der Glotze, weil die Stille und der große Esstisch an dem ich alleine sitzen würde, ein Gefühl von Einsamkeit hervorriefe.
Seit Tagen schlafe ich schlecht, kann nicht einschlafen obwohl ich müde bin. Ein Zustand den ich nur selten erlebe und der mich mürbe macht. Wie sehr sehne ich mich danach, in deinem Arm zu liegen... Du würdest mir etwas vorlesen und ich würde seelig einschlummern, meinen Kopf an deiner Brust.
Wir beide haben harte Arbeitstage hinter uns. Wie gut es tun würde nach einem solchen sich gegenseitig zu umsorgen. Alle Eindrücke des Tages zu teilen und dann abzuschließen. Mit dem wohligen Gefühl, dass Arbeit nicht das Wichtigste ist im Leben...

Das Fleisch brutzelt in der Pfanne. Ich hacke den Knoblauch und überlege ob ich ein oder zwei Zehen verwende... Ich grinse in mich hinein weil ich genau weiß, was du dazu sagen würdest - und schäle die zweite Zehe.
Im Hintergrund, vom Brutzeln der Pfanne übertönt, läuft Ed Sheeran. Wenn es darum geht Sehnsuchtsgefühle ohne viel Umschweife zum Ausdruck zu bringen, ist er genau die richtige Wahl.
Ich gebe das Gemüse hinzu, mache den Deckel drauf und während alles vor sich hin köchelt, bringe ich endlich die beiden Sprüche-Postkarten an der Wand an, die ich neu gekauft habe. Mit dir zusammen...

Ich stehe am Fenster und rauche eine. Betrachte die Wolken, die heute so wunderbar fluffig aussehen. Wie ein Meer aus weichen Daunenkissen... Eine sanfte Brise lässt die Blätter der Bäume rascheln.
Perfektes Wetter. Wir mögen beide keine große Hitze. Wie gerne würde ich heute einen langen Spaziergang mit dir machen. Hand in Hand...
Danach würden wir uns zusammen auf die Couch lümmeln. Vielleicht ein wenig Downton Abby schauen, oder King of Queens.
Und danach vielleicht...? Ja, auch das fehlt...
Dieses Vermissen ist mist.


Das Essen ist fertig und duftet köstlich - aber ich habe überhaupt keinen Appetit...
Reispfanne per uno.
Stupido...

Mittwoch, 30. Mai 2018

Erfolg


Ich hoffe du schlummerst schon selig.
Ich warte noch sehnsüchtig auf das Ende des Tages und den Schlaf...
Morgen wieder zu zweit...

Ich liebe dich mein Schatz.

In diesen 11 Jahren, über die ich dieser Tage schrieb,  bist du definitiv das Größte -
das größte Glück, der größte Erfolg.
Letzteres klingt komisch,  ich weiß.  Aber ich denke, ein bisschen kann man das Finden des richtigen Partners durchaus auch als Erfolg betrachten. 
Diese ganze Sucherei hat einem schließlich auch einiges abverlangt.

Wie furchtbar elend man sich manchmal fühlte vor lauter Einsamkeit.
Ein Gefühl, welches zunehmend nicht mehr mit irgendeinem Ersatz zu lindern oder gar zu befriedigen war.
So wenig man auch sein persönliches Glück von einem anderen Menschen abhängig machen sollte -
so sehr fühlte man sich dennoch unvollständig.
So sind wir eben, du und ich.
In den Jahren, in denen wir auf der Suche waren, sammelte sich so viel an, was wir zu geben hatten.
Aber fanden niemanden, der es annahm. Oder gar zurück gab.
Vielmehr waren da Menschen, denen das nicht gut genug war.  Die uns anders haben wollten, anderes von uns erwarteten.
Und wie quälend war es, als man über kurz oder lang feststellte, dass man falsche Kompromisse aus falschen Gründen eingegangen ist.
Und wie dumm und wie gut gleichzeitig fühlte man sich, als man das endlich begriff.

Und das war unser beider Schlüssel. 
Zum Erfolg...

In der all der Zeit des Suchens, Scheiterns und wieder Aufrichtens, die uns mehr als einmal als verschwendet erschien, war sie genau das nicht.
Wir lernten.
Vor allem uns selbst besser kennen.
Ist das nicht das, was die allermeisten modernen Beziehungsratgeber postulieren?
Erst sich selbst lieben lernen? Und dann in einer Beziehung auch seine Eigenständigkeit bewahren?
Dieser ganze Kram?
Nun ja. Nennen wir es die halbe Wahrheit.
Die andere Hälfte ist die, dass es einen anderen braucht.
Einen, der deine Mühen entlohnt. Indem er all die Arbeit, die du in dich selbst investiert hast, zu schätzen weiß. Dich zu schätzen weiß. Es dankend annimmt und von seinen eigenen gibt.

Wenn da zwei Menschen sind, die es nicht nötig haben, einander zu ändern -
finde ich das ziemlich erfolgreich.


Gute Nacht.

Samstag, 26. Mai 2018

11 Jahre - Oh Schreck, oh Staunen


Seit 11 Jahren existiert dieser Blog nun schon, was mir vor einigen Tagen mal so richtig bewusst wurde. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dies mit Schrecken oder Erstaunen feststelle.
11 Jahre... das ist doch mal ne beachtliche Zeitspanne würde ich meinen.
Da musste ich doch glatt mal zurückrechnen und zu allererst dann doch mit mehr Schrecken feststellen, dass ich mal süße 20 Jahre alt war...

Ein halbes Kind, denke ich mir so, wenn ich den ein oder anderen Post der ersten 1-2 Jahre lese und sehe, was damals Raum einnahm in meinem Leben. Manches davon offenbar mit immenser Wichtigkeit - und worüber ich aus heutiger Sicht schon mal schmunzeln kann.
Andere Einträge wiederum verzeichnen über die Jahre eine Art thematischen roten Faden. Lediglich die Wortwahl wird im Laufe der Zeit etwas gesetzter, der Rahmen ein wenig verändert. Der Kern ist geblieben.

Hier weicht der Schrecken nun mehr dem Erstaunen. Über Jahre hinweg eine Dokumentation verzeichnet zu haben, was man so alles getan hat, womit man sich befasst, was man bewältigt hat.
Zuallererst mal, sich überhaupt ein eigenständiges Leben aufgebaut zu haben.
Vielmehr aber, wie man sich dabei als Individuum erst mal definiert und dann stetig geformt hat.
Herauszufinden, was man erwartet. Von sich selbst, von anderen, vom Leben.
Oder was erwartet wird von einem.
Und die Arbeit, das alles horizontal und vertikal und manchmal sogar kreuz und quer in Einklang zu bringen. Welcher definitiv nicht immer vorhanden war.
Damit wiederum umgehen zu lernen, neu zu reflektieren, neue Pläne zu schmieden, sich neue Ressourcen anzueignen.
Was gelang oder scheiterte....
Und so weiter und so fort.

Die offensichtlichste Feststellung dabei ist: Man ist nie fertig damit.
Keine neue Erkenntnis, ich weiß. Und weder schrecklich noch bestaunenswert.
Aber ich denke, das wirkliche Bewusstmachen dessen, ist von Zeit zu Zeit doch wichtig.
Denn die Abstände, in denen man sich wirklich tiefgreifend mit sich selbst befasst, werden mit zunehmendem Alter offenbar immer länger.
Mit 20 sieht man sich mit dergleichen quasi ständig konfrontiert. Mit 31 schon weniger oft. Und mit 42 vermutlich nochmal seltener...
Was an sich wohl ziemlich sicher als positiv zu verbuchen sein sollte. Wenn ich heute keinerlei Unterschied zu meinem 20-jährigen Ich feststellen könnte, wäre das definitiv erschreckend.
Und dennoch gibt es da Dinge, die auch innerhalb von 11 Jahren nicht so ganz vorwärts gekommen sind. Und somit Anlass geben, sich diesen nun von einem anderen Standpunkt aus zu widmen.

... einem, von welchem aus man letztlich mit Erstaunen feststellt, dass dies weniger erschreckend ist, als es auf den ersten Blick scheint.
Wo die 20-jährige noch geglaubt hat, dass die ein oder andere Eigenschaft an ihr unbedingt als mangelhaft anzusehen ist und dringend ummodelliert oder gar eliminiert werden müsse... (nicht zuletzt, weil das Umfeld dies immer mehr oder weniger subtil suggerierte...)
... kommt dein heutiges Pendant zunehmend zuversichtlicher zu dem Schluss, dass dies weder so richtig möglich noch notwendig ist.
Es ist wie bei einem Haus: Auf das Fundament kannst du aufbauen, wie es Selbiges eben hergibt.
Aber wenn du an einem der Stützbalken rütteln oder ihn gar entfernen willst, richtet das einen ziemlichen Schlamassel an.
Besser ist es also, mit dem Stützbalken leben zu lernen, ihn als das zu betrachten, was er ist: Notwendig. Weil tragend. Auch, wenn er dir manchmal ziemlich ungünstig im Weg rumzustehen scheint.
Und wer weiß: Das 42-jährige Ich wird es vielleicht sogar geschafft haben, diesen Stützbalken liebevoll zu umarmen...     (...blödes Bild... ^^)


Nun ja.
Fest steht, dass zwar der Blog seit 11 Jahren Selbiges ziemlich felsenfest tut -
Es ansonsten aber voran ging.
Wenn auch nicht immer sofort merklich und mit Kawumm.
Aber letztlich in der Summe betrachtet vielfach zum Positiven.
11 Jahre...
Er...staunlich.



Sonntag, 13. Mai 2018

Von Kreuzkümmel und Sexstellungen oder We are perfect


Da will man sich nur mal eben ein halbes Stündchen Zeit nehmen, um sich im Internet den ein oder anderen Abnehmtip zu holen - da geht dieses Sitehopping los.
In dem Artikel, den man gerade liest, ist ein Link zu einem anderen Artikel...  In diesem wieder einer...  Und noch einer...
Und auf einmal kommst du von "Kreuzkümmel fördert den Stoffwechsel" zu "Diese Sternzeichen gehen am häufigsten fremd" (angeblich Fische... Hallo??!), bis du schließlich bei diversen Ratgebern speziell für Frauen landest, in denen auf höchst eindrucksvoll empirische Weise (hust) die Damenwelt  über das Subjekt Mann aufgeklärt wird.
Hier finden sich dann Artikel vornehmlich zu den Themen, was Mann will/mag/tut bzw. nicht will/mag/tut. Beim Verlieben, in einer Beziehung, im Bett. (Habt ihr z.B. gewusst,  dass die unbeliebteste Sexstellung bei Männern die Löffelchenposition ist...? Nur mal so am Rande.)
Nun gut. Irgendwie habe ich dummerweise nichts Sinnvolles zu tun und lese mich ein wenig durch. Durchaus mit einer zwar verstandesmäßig gemäßigten (geil,  klingt das eloquent!),  aber dennoch gewissen Neugier.
Aber warum bin ich neugierig?
Weil ich gespannt bin,  ob ich meine bessere Hälfte in diesen maximal 200 Wörter langen Artikeln wiedererkenne. Und mir vielleicht somit Fragen beantworte,  ob ich eigentlich alles richtig mache.  Oder er. Oder ob ich etwas besser/anders machen könnte. Oder er.  Oder was auch immer.
Nun,  was soll ich sagen? Wo mir vorher schon klar war,  dass diese Art von Artikeln nicht sonderlich hilf- oder aufschlussreich sein werden (allgemein), wird mir schnell bewusst,  dass sie noch dazu zutiefst unnötig sind (für mich).
Weil mein Liebster schlichtweg so höchst selten bis gar nicht in eine dieser Stereotypen - Schubladen passt.

... Und deshalb folgt nun der kürzeste Artikel der Welt:
Ich bin so verdammt glücklich mit dir...







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Ich werde mich nun ins Bett legen und dem Regen lauschen... 
Und ich weiß, du tust dasselbe... 
Auch wenn wir nicht immer beisammen sein können,  ist eines immer da:
Dieses wärmende,  wohlige und felsenfeste Gefühl, dass wir perfekt füreinander sind...