Samstag, 9. März 2019

Das Leben ist wie eine Tiefkühltruhe...

Ich kam vom Einkaufen und wollte den Lachs in die Kühltruhe packen.
Doch ich öffnete die Tür nach Alaska....
Alle drei Schubfächer von einer dicken Schicht aus Eis und Reif - nein, Schnee! - zugepanzert.
Fein, denk ich.... ich hab ein Pinguin-Haus erschaffen (JA, ich weiß, das Pinguine nicht in Alaska leben)! Nur wo bekomm ich jetzt nen Pinguin her??
Ok, Fokus: Da stand ich nun mit meinem Fisch und bekam ihn nicht in die Truhe (dabei wars sogar Alaska-Seelachs, btw.... ).
Schon seit einigen Monaten bekam ich meine TK-Produkte schlecht hinein bzw. heraus, da sich mysteriöser Weise immer mehr Eis ablagerte und das Öffnen der Laden erschwerte.
Nun, sicher kam mir das ein oder andere Mal der Gedanke: Vielleicht mal Abtauen...?!
Aber, ganz ehrlich, wer hat dazu denn schon die Zeit?!
Die "russische Methode" funktioniert auch.... Gut, das untere Fach trug dabei schon einen Riss davon... aber dann legen wir da halt nur noch die Sachen rein, die nicht oft gebraucht werden..... logisch, oder?
Nun gut, entgegen dieses bislang funktionsfähigen Plans, musste ich heute nun doch leider einsehen, dass mein Fisch nicht in die Truhe kam. Und künftig auch nichts anderes mehr, wenn ich das Eis nicht im wahrsten Sinne des Wortes brechen würde.
Um das ganze ein wenig abzukürzen: 3 Stunden und eine rekordverdächtige Methode aus heißem Wasser und Föhnhitze später, erstrahlte die enteiste Truhe in neuem Glanze!!! Fisch, Gemüse, Pommes... alles hatte derweil im voll aufgedrehten Kühlschrank und unter Kühlakkus gebettet verweilt und überlebt!
Fein fein fein....
Den Tag hatte ich mir zwar anders vorgestellt, andere Dinge geplant, aber... es war nun mal lange überfällig und heute der Punkt erreicht, an dem es keine Alternative mehr gab.
Außer der, es weiter beim bisherigen Zustand zu belassen - und darauf zu warten, dass die Truhe bald verreckt...

.... und da stand ich nun in meiner Küche, und musste ob dieser Tat und Tatsache - lachen.
Denn wenn dir auffällt, dass du das längst überfällige Abtauen deiner Kühltruhe mit deiner aktuellen Lebenssituation ganz wunderbar vergleichen kannst - ist das schon ziemlich belustigend.

Ja, tatsächlich, ich bin mit meinem Leben umgegangen wie mit meiner Kühltruhe.
So bescheuert das klingt, so bescheuert war es auch.
Monatelang hat sich Eis abgelagert, mehr und mehr und mehr...
Zu viel irgendwann, als dass man das noch als normal hätte bezeichnen können.
Was tat ich? Ich versuchte herauszukommen aus dem Eis.... aber nicht, es loszuwerden.
Und das war der Fehler.
Zu denken, dass sich Sekundärprobleme lösen, wenn man nicht das Primärproblem angeht - ist schlicht und ergreifend unlogisch.
Aber anscheinend braucht es erst mal eine gewisse Menge an (Eis)Klötzen, bis man das begreift....

Und daher lache ich nun.
Nachdem ich viele viele Tränen vergossen habe.
Aber ich habs noch rechtzeitig begriffen.
Bevor ich vollends im Arsch gewesen wäre...
In dem Fall wars halt nicht der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte.
Es war das Schneeflöckchen zu viel in der Tiefkühltruhe.


Samstag, 23. Februar 2019

Schönheit des Augenblicks





Das ist ein schönes Foto.
Nicht, weil es mein eigenes Abbild zeigt. Ich bin mitnichten narzisstisch veranlagt.

Es ist schön, weil mein Blick darauf Dir gilt.
Du machst mich schön, lässt mich strahlen.
Indem du mir eines der schönsten Gefühle schenkst, welches ich je spüren durfte:
Meine Hand vertrauensvoll in deine zu legen.

Schönheit des Augenblicks.
Der Blick in Augen, so warm und sanft wie das Abendrot.
In eine Seele, so sanft und bezaubernd.
Deine Seele.
Sie ist wunderschön.
Und meine auch.
Danke, dass du das in mir siehst.


Donnerstag, 14. Februar 2019

Be My Valentine  Life

Die 13-Jährigen kommen heute nicht nur mit Ranzen, sondern auch mit Rosen von der Schule.
Die ein oder andere auch mit verdächtigem Wangenrot und abwesendem Blick....
Ich muss lächeln und frage mich, wo eigentlich meine alten Tagebücher abgeblieben sind...?

Sogar in den Supermärkten gibt es heute statt der üblichen 1,99-Röschen schön gebundene Sträuße.
Rosen und Gerbera und Herzchen.
Rosarot und überteuert und doch so hübsch anzusehen.

Ich lege keinen Wert darauf, an diesem Tag ein Geschenk zu bekommen.
Und doch freue ich mich über deines.
Es ist die Geste, die mein Herz erwärmt.


Ich brauche keinen Valentinstag um dir zu sagen, dass ich dich liebe.
Auch nicht, um mich daran zu erinnern brauche ich ihn.
Ich sage es dir oft und ich FÜHLE es, jeden einzelnen Tag.
Genauso wie du.
Lassen wir diesen Tag also den 13-Jährigen.
Lassen wir ihn jenen, die einen Anlass brauchen, um sich darauf zu besinnen, dass sie einen wertvollen Menschen an ihrer Seite haben.
Wir brauchen dazu keinen Valentin und keine Rosen.
Wir können das ohne.
Wir können das jeden einzelnen Tag unseres gemeinsamen Lebens.

Ich liebe Dich. 

Dienstag, 29. Januar 2019

Wunder?


Ich habe den Film "Wunder" gesehen - 

Der kleine August wird von allen nur Auggie genannt. Seit er ein Baby ist, hat er sich zahlreichen Operationen unterziehen müssen, um richtig atmen und sehen zu können. Sein deformiertes Gesicht macht ihn zum Außenseiter, als er endlich an eine öffentliche Schule geht. Die Meinung seiner neuen Klassenkameraden wiegt natürlich viel schwerer, als die seiner liebevollen Eltern. Doch nach anfänglichen Schwierigkeiten findet Auggie auch an der Schule Menschen, die ihn akzeptieren und bewundern.


Joa.... netter Plot, denkt man sich so. 
Nicht wirklich was Neues zwar und bestimmt hollywoodgemäß verkitscht - War er auch.
Aber vermutlich würde man (ich) trotzdem wenigstens einmal weinen müssen - Ja, musste ich.

Allerdings eher weniger, weil es so anrührend war. Weil man sich am Ende freut, dass alles gut ist.
Der kleine Außenseiter wird geliebt, die scheiß Mobber sind weg und überhaupt sind da auf einmal nur noch tolle Menschen mit tollen Charaktereigenschaften und Lehrer und Eltern, die Kindern noch sowas wie Werte beibringen, und diese zahlen sich am Ende sogar aus und, ja, sogar die, die scheiße gebaut haben, erkennen, wie doof sie waren, und und und...
Ja, ich weine.
Allerdings keine Freudentränen.
Mein Herz ist nicht gerührt.
Es ist verbittert.
Weil es denkt: sentimentale Heuchelei.
Denn was bitte, ist es denn heutzutage noch wert, Werte zu besitzen....?
Freundlich zu sein. Mitfühlend. Offenherzig.

Macht man vielleicht deshalb so überdeutlich sentimentale Filme?
Als verzweifelten Versuch, die Menschen an sowas zu erinnern?
Vermutlich.
Und nicht gerade verwunderlich...

Deformierte Gesichter?
Deformierte Charaktere....!








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Edit, 20:30 Uhr ;

Hm.... Vielleicht gibt es doch kleine Wunder.... lächel....

Mittwoch, 23. Januar 2019

Wo ist mein scheiß Pinguin?!




Das mag schon richtig sein.
Zum Beispiel entstand dieses Foto vergangenen Sonntag, bei einem Spaziergang durch eine wunderschöne Altstadt, Hand in Hand mit meinem Liebsten.
Überhaupt war dieses ganze Wochenende ein kleines Wunder für sich.
Ein Gefühl wie frisch verliebt - und zugleich diese unumstößliche Vertrautheit, wie man sie eben nur nach einiger Zeit Beziehung erlangt.
Dazu Sonnenschein und Winterkälte.
Berührung und Romantik.
Tiefgründigkeit und Albernheiten.
Und Schafe!
Viele Kleinigkeiten, die genau genommen nicht mal klein sind, sondern viel mehr Splitter, kleine Spiegel-Scherben, von etwas ganz Großem. Dem größten Glück auf Erden...

Und hierzu addieren wir nun nochmal ein paar Kleinigkeiten.
Fragmente anderer zwischenmenschlicher Beziehungen.
Z.B. diese Menschen, die immer da sind und da waren. Und die Tatsache, dass du diese Liebe, die dich mit ihnen verbindet, immer hattest und hast und haben wirst.
Oder diese kleinen bis mittelgroße Menschen, die dich brauchen, denen du etwas Gutes tust, tagtäglich.
Oder diese Menschen, die deinen Lebensweg kreuzten und die zwar nicht dazu bestimmt waren, fester Bestandteil zu werden, die aber immer noch irgendwie vorhanden sind. Ich denke, das sagt schon auch irgendwie was über dich als Mensch aus... Nicht?
Oder gar jene Menschen, zu denen es keinerlei physischen Bezug gibt, zu denen man faktisch nicht die geringste Verpflichtung hat - und die dennoch irgendwie mit dir verbunden sind, aus welchem verdammten Grund auch immer. Allein der Gedanke, dass da irgendwelche Metaebenen greifen, ist ja schon bemerkenswert. Ganz zu schweigen, dass man hier sehr deutlich merkt, welche Wirkung "geopferte" Zeit und Anteilnahme haben kann. Ein einziges Sinnbild menschlicher Bedürfnisse und Fähigkeiten, wenn ihr mich fragt.

Nun gut, ich schweife ab.
Tatsache ist, dass ich priviligiert bin, all diese und sicher noch mehr gar nicht so kleinen Kleinigkeiten zu haben.
Und doch gibt es diese Momente, in denen sie trotz ihrer Großartigkeit es nur vermögen, mir lediglich ein schwaches Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.
Weil der Mensch ja immer nach Perfektion streben muss.
Den Anspruch hat, dass ALLES immer gut und richtig und glücklich ist.
Verständlich, und danach zu streben wohl sinnig wie sinngebend gleichermaßen.
Nicht zuletzt, weil nicht alle Zufriedenheit aus Extrinsischem zu schöpfen ist.
Nur Intrinsisches definiert dich ja letztlich erst und ist der Grundstein für alles andere...
Und wenn du hier die Unzufriedenheit spürst, hat das nun mal Gewicht...


Schafe und Eisbären mit Schmetterlingen auf der Nase sind schön.... Sie sind wichtig.
Aber du willst und brauchst verdammt nochmal den Pinguin dazu!
Also, liebes Leben.... Wo ist mein scheiß Pinguin?!












Naja...immerhin schon mal auf den Nägeln....^^


Donnerstag, 3. Januar 2019

2019...







Nach dem vergangenen Jahr(es-Abschluss), wäre das sicher nicht verkehrt....

Na gut, 2019..... ich reiche dir die Hand....
Dein Vorgänger hat sie mir oft verweigert....
Dann zeig mal, was DU kannst...!

Samstag, 8. Dezember 2018

Endlich Weihnachtsstimmung...

... bescherte uns der gestrige Abend in der Jahrhunderthalle;

Angelo Kelly & Family - Irish Christmas Tour 2018



Auf den Abend gefreut hatte ich mich ohnehin.  Als einstmals großer Kelly Family - Fan und große Irlandliebhaberin,  wäre das doch genau das Richtige,  war der Gedanke beim Kartenkauf.
Außerdem,  wie wir alle wissen,  ist ja oftmals gerade die ach so besinnliche Vorweihnachtszeit genau das eben nicht...  Da könne so ein bisschen Weihnachtsstimmumg doch sicher nicht schaden...

...Dass es mich aber so dermaßen ergreifen würde,  hätte ich dann doch nicht gedacht;
Ich habe tatsächlich die Hälfte der Zeit geweint.  Vor Freude,  versteht sich.
Diese wunderbare,  liebenswerte Familie zu sehen...
Die Leute im Publikum zu beobachten und die Freude auf ihren Gesichtern...
Weihnachtsliedern und irischen Klängen zu lauschen...


.... Gefühle von reiner Freude,  Herzenswärme,  Dankbarkeit,  Sehnsucht und sowas wie Heimweh auf einmal...  Wunderschön!



...  Und das alles zusammen mit DIR genießen zu können und zu sehen,  dass du ähnlich fühlst... Unbezahlbar!









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Mögest Du Dir die Zeit nehmen,
die stillen Wunder zu feiern,
die in der lauten Welt
keine Bewunderer haben.


Irischer Segen