Donnerstag, 2. Februar 2012

Read it!

Seit geraumer Zeit komme ich bedauerlicherweise nicht mehr wirklich zum Lesen und noch viel bedauerlicher ist, dass ich seit geraumer Zeit auch kein wirklich gutes Buch mehr gefunden habe. Ich meine so wirklich gut.
Ihr wisst was ich meine?
Ihr wisst was ich meine!

Naja, kann man nix machen...aber zum Glück stehn da Bücher in meinem Regal, die ich ganz problemlos auch öfter lesen kann.
Eben weil sie einfach wirklich gut sind.
Ein paar davon möchte ich hier mal als Lesetip vorstellen:


"Vielleicht lieber morgen" von Stephen Chobosky

Charlie schreibt Briefe. An einen dem Leser Unbekannten. Und erzählt ihm alles. Alles was ihn bewegt, beschäftigt, worüber er nachdenkt, was er erlebt und wie er die Welt wahrnimmt.
Vollkommen und gnadenlos ehrlich, wie eine sensible Persönlichkeit, wie Charlie es ist, auch nur sein kann...

--> Dieses Buch ist bei mir Rekordhalter in Sachen "öfter lesen". Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie oft ich es inzwischen schon gelesen habe. 5 Mal, 6 Mal?
Verrückt, werdet ihr vielleicht denken, aber ich liebe es!
Und das Spannende an dem Buch ist: Jedesmal wenn ich es gelesen habe, hatte ich ein anderes Gefühl dabei.
Das erste Mal hatte ich es als Teenie gelesen, und ich glaube, eigentlich soll es auch ein Teenie-Buch sein. Ich finde allerdings gar nicht, dass es in diese Kategorie passt, zumindest nicht ausschließlich.
Auch gut 10 Jahre später kann ich damit noch genausoviel anfangen wie damals. Wie gesagt, es löst immer etwas anderes in mir aus, je nachdem, wie ich selbst grad drauf bin.
Das Buch scheint mit einem "mitzuwachsen"...


"Die besondere Traurigkeit von Zitronenkuchen" von Aimee Bender

Dieses Buch ist ein Fest für die Sinne. Es geht um ein Mädchen, welches die Gefühle anderer in deren zubereiteten Gerichten quasi schmecken kann.
Vor allem aber geht es um den Prozess, in dem sie lernt, damit umzugehen. Denn so viel über den Gefühlszustand eines anderen zu wissen, ist mitunter eine harte Zerreißprobe für die Beziehung zu dieser Person...

--> Schwierig, es zu beschreiben, ist schon irgendwie strange angehaucht...
Die LA-Times schreibt darüber: "Bender ist Hemingway auf LSD."
Vielleicht drückt es das tatsächlich am Besten aus ^^


"Radio Nights" von Tom Liehr

Abgesehen von einer verkappten Liebesgeschichte, die da so vor sich hindümpelt, geht es im Großen und Ganzen um das Medium Radio. Um gutes Radio, um genau zu sein und darum, wie selten dies geworden ist, bzw., wie man es vielleicht gar nicht kennt, aber es sich wünschen würde... Und daher geht es um den Versuch, das radikal zu ändern.

--> ....und ist somit ein Thema, dass meine vollste Zustimmung hat! Denn es ist doch so, Radio wie wir es kennen is nur Kagge!
Wer High Fidelity von Nick Hornby gelesen und gemocht hat, wird dieses Buch auch mögen.


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So, und dann habe ich außerdem dieser Tage noch etwas sehr Amüsantes zum Thema Buch entdecken:

--> BookCrossing

Das klingt witzig. Ich glaube, ich gehe demnächst mal auf die "Jagd" ^^


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Und auch irgendwie passend zum Thema, die Februar-Weisheit; wie immer links zu finden (und diesmal geklaut von Meikes Blog ^^)

Kommentare:

  1. Weißt du was? "Vielleicht lieber morgen" hört sich total interessant an. (Manchmal hat man einfach so ein Gefühl, das einem sagt, ja, das ist genau das Richtige - so gehts mir mit diesem Buch, nachdem ich eben deinen Bericht darüber gelesen habe.)

    Und "Book Crossing" kannte ich bis jetzt auch noch nicht. Hört sich spannend an. Habe mich gerade mal ein wenig durch die Seite geklickt...

    Vielen lieben Dank für die Anregungen! :-)

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  2. Kleine Buchtipp am Rande: Schneller als der Tod ist ein klasse (angeblich)"Thriller/Krimi", welches gerne mal den guten Ton links liegen lässt. Und es macht schneller süchtig als Koks...laut Buchrückseite. Und leider vieeeelll zu kurz.


    Book Crossing .... hört sich gut an

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  3. hm, bin ja nicht so der thriller/krimi-fan...aber ich denke mal auf deinen geschmack kann ich mich getrost verlassen....(in anderer hinsicht sind wir uns da schließlich recht einig, nüsch?) *gg* ^^

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  4. Das Buch dürfte sich nicht verändern - aber natürlich verändert sich Deine Sicht auf die Dinge *yes* Du wirst halt erwachsen, mehr oder weniger^^ - und so verstehst Du viele Sachen nun anders. Wohlgemerkt anders - ob wirklich besser, vermag ich nicht zu beurteilen. Häufig ist eine "kindliche" Sicht auf die Dinge nicht unbedingt unklarer ...

    LG,
    Ralph

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    1. Ich glaube, so von der "Vernunftswarte" aus betrachtet war ich schon relativ früh das, was man erwachsen nennt. Vielleicht war das gar nicht mal so gut.... Aber es ist wie es ist und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir umgekehrt auch eine gewisse kindliche Weltansicht stets werde bewahren können. Die Arbeit mit Kindern hilft dabei sehr.
      Und man muss auch gar nicht darüber diskutieren, was nun besser oder schlechter wäre. Dinge über einen gewissen Zeitraum hinweg ANDERS zu betrachten, ist auf jeden Fall gut - daran merkt man, dass man sich entwickelt und nicht stehen bleibt.

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