Dienstag, 10. Dezember 2013

Jetzt

...es ist getan.... die Entscheidung ist durchgezogen (s. Post "Zwischenraum").
 Mit - wie erwartet - traurigem Ergebnis. Aber es ist besser so. Es ist richtig so... (...scheiße nochmal, und trotzdem muss ich jetzt erst mal wieder durch diese Heulkrämpfe durch...das ist nicht fair....)


Es wird sich geben. Wunden werden heilen.
Enttäuschungen werden zu Erfahrungen und Erfahrungen werden zu neuen Zielen.
Und auch ein stückweit zu Veränderungen der Persönlichkeit...
Ich bleibe immer noch ich (und irgendwann wird jemand dieses Ich so zu schätzen wissen, wie es ist, mit all seinen Vorzügen und Fehlern).
Aber damit das passiert, werde ich dieses Ich nicht mehr so verstecken wie zuvor.
Ich werde keine Drehung um 180 Grad machen und auf einmal ein extrovertierter Mensch sein.
Das bin nun mal nicht ich... zumindest das habe ich schon vor langer Zeit gelernt. Und ich werde weiter lernen, über mich selbst und über andere und überhaupt.
Andere können uns sowieso nicht definieren, aber auch man selbst muss sich nicht zu jedem Zeitpunkt definieren.
Und darum geht es. Ich werde daran arbeiten, nicht mehr alles zu hinterfragen, nicht mehr alles zu analysieren, nicht mehr immer nur auf Sicherheit und Vernunft zu setzen.
Ich finde nicht, dass das schlechte Eigenschaften an mir sind. Und vor allem sind es welche, die ich nie loswerden würde und an sich auch nicht loswerden will.
Aber manchmal müssen sie Pause machen. JETZT müssen sie Pause machen. Oder wenigstens runterfahren. Sonst gibt es keine Bewegung, und somit keine Erfahrung.
Bewegung kann Stolpern bedeuten, Erfahrungen können weh tun. Aber sie nicht zu machen, bedeutet Stillstand. Und das will ich nicht....nicht jetzt und auch nie wieder so lange....

Kommentare:

  1. Das ging ja schnell mit dem Ergebnis. :-( Tut mir leid, dass es traurig ausgefallen ist. Was ich aber gut finde: Dass Du Dir jetzt nicht vorwirfst, diesen Weg gegangen zu sein, sondern ihn trotzdem für richtig hältst. Das glaube ich auch, ansonsten hättest Du vermutlich länger das Gefühl gehabt, evtl. was verpasst zu haben, so eine Ungewissheit nagt dann ewig und drei Tage an einem, aber so weißt Du, woran Du bist. Für mich kann ich sagen, dass ich mit so was besser umgehen kann, auch wenn es eine Zeitlang sehr hart und traurig ist, als wenn ich ewig in so einer Schwebe hänge, immer wieder Hoffnungen habe... Ich weiß nicht, ob das zu Deinem Thema so überhaupt passt, da wir ja recht allgemein unterwegs sind, aber halt die Plüschohren steif... Die Zeit heilt zwar nicht alle Wunden, aber es wird mit der Zeit einfacher, ich als olles Monster weiß das, ich habe schon einigen "Mist" durch...
    LG von dem Virenmonster

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    1. Das Ergebnis war an sich klar und es ging in dem Sinne auch nicht schnell... ich habe mich wochenlang gequält, (falsche) Hoffnungen gehabt, mir Vorwürfe gemacht....
      Aber bin dadurch eben letztlich an einen Punkt gekommen, der mir gezeigt hat, was ich will, was ich brauche. Und dass ich das nicht erreichen kann, wenn ich weiterhin an etwas klammere, was mich nun mal in diesem Bestreben nicht weiter bringt.
      Das, was du über die Ungewissheit gesagt hast, passt daher gut zu dem, was jetzt Folgen wird: Risikobereitschaft. Die spüre ich gerade, so intensiv wie nie zuvor, und das obwohl mich das, was jetzt abgeschlossen ist, so verletzt hat. Aber mir ist es gerade eindeutig lieber, evtl nochmal auf die Schnauze zu fallen, als mich ständig zu fragen, ob ich mir habe was entgehen lassen, nur weil ich wieder so ängstlich war...

      Ich danke dir für deinen ausführlichen und anteilnehmenden Beitrag. Gerade die von den "ollen" Monstern, die einiges mehr an Lebenserfahrung haben, finde ich immer sehr wertvoll :)
      Und noch mal ganz viele und ganz dolle Gute-Besserung-Wünsche (ich hab leider keine Ahnung, wie man scheiß Herzchen macht...^^)

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    2. Zum Thema introvertiert fällt mir noch ein, dass es da ein Buch gibt, das wohl beweist, dass auch die Stillen wichtig sind.
      http://www.amazon.de/Still-Bedeutung-Introvertierten-einer-lauten/dp/3570500845/ref=wl_it_dp_o_pC_nS_nC?ie=UTF8&colid=3SRZ3U6JSPV0H&coliid=I2UGFO6CUTW8BK
      Ich hab's aber noch nicht gelesen.

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    3. Hm...an sich bin ich überrascht und finde es gut, dass ein solches Buch überhaupt existiert. Allerdings hat das für mich ein bisschen diesen Beigeschmack von Selbsthilfebuch und die mag ich nicht sonderlich... mag sein, dass das etwas voreingenommen ist, aber ich glaube halt nicht, dass solche Bücher im Endeffekt wirklich hilfreich sind, nur weil mir da irgendwer tolle Tips gibt... auf manche Dinge muss man selbst kommen...
      Ach egal, wie gesagt, ich bin da wohl etwas voreingenommen :/
      Aber merken tu ich mir das Buch trotzdem mal, einfach deshalb, weil sich jemand mal die Zeit genommen hat, den stillen Wassern Aufmerksamkeit zu widmen. Find ich gut. Danke für den Tip :)

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    4. Mit Selbsthilfebüchern habe ich auch nicht viel im Sinn. Das meiste sind ja doch eh Ratschläge, auf die man auch selbst kommt.
      Ob dieses hier auch Richtung Ratgeber geht, weiß ich nicht, ich hab's zwar auf meiner Wuli, aber momentan habe ich noch so viel andere Bücher, auf die ich mehr Lust habe, also wird es wohl noch etwas dauern, bis ich das lese...

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  2. Wer sich bewegt, kann sogar richtig auf die Fresse fallen! Manche Wunden heilen auch nicht wieder einfach so, sondern hinterlassen Narben. Aber auch (oder gerade) Narben definieren Persönlichkeit und es gibt fast kein besseres Gefühl, als nach dem Fall wieder aufgestanden - oder sogar auferstanden - zu sein und sich wieder auf den Weg zu machen. Ich bin ganz sicher kein Psychologe, aber mir trotzdem relativ sicher dass es durchaus sinnvoll sein kann, ein wenig introvertiert zu sein: Nämlich wenn man besonders empfindsam ist und somit leicht zu verletzen. Dann ist das ein Schutz und der ist durchaus sinnvoll. Wenn Du also ein leicht zu verletzendes Wesen bist, solltest Du es mit der Extrovertiertheit nicht gleich übertreiben ... sonst könnte es ein Crashkurs, mit ungewissem Ausgang, werden. Aber ein wenig aus seinem Schneckenhaus herauszuschauen ist ein guter, und meiner Meinung nach richtiger, Anfang :)
    LG vom Narbenmonster

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    1. Ich finde auch, das Introvertiertheit nichts Schlechtes ist. Früher hat mich das gequält, ich dachte, das ist was, was mich mein Leben lang behindern wird. Bis ich eben irgendwann man geschnallt habe, dass ich guten Gewissens sagen kann "Und ich bin nun mal so und das ist völlig in Ordnung!" Man kann ohnehin nur mit dem arbeiten, was man hat, sich zwanghaft Eigenschaften aneignen zu wollen, die nun mal nicht in einem stecken, ist sinnlos.
      Ich denke daher nicht, dass ich Gefahr laufe, einen Crashkurs zu machen. Aber ich denke, dass mein Schneckenhaus jetzt erst mal unbewohnt bleiben sollte... auch auf die Gefahr hin, dass es Narben geben wird. Aber wie du schon sagtest: Auch diese definieren einen...

      Auch dir vielen lieben Dank für das Teilen deiner Erfahrungen. Ich bin mir sicher du weißt einfach, wovon du redest...

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  3. Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen

    Tut mir leid für dich :(

    LG von der gechilltesten Autofahrerin ever und (ich häng mich jetzt da einfach mal dran ^^) vom Krankenmonster

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    1. "And honey, you should see me in a crown".... ^^
      Ich geb dir demnächst ausführliche Berichterstattung, aber du hast ja im Gegensatz zu meinen anderen Lesern hier das Privileg, dass du weißt worum genau es geht und daher wird dich das Ergebenis genauso wenig wie mich ernsthaft verwundern...
      Trotzdem natürlich auch dir Danke und wohl auch Gute-Besserungs-Wünsche... (was haste denn Schätzelein? Soll ich mit nem Hühnersüppchen vorbeikommen? ^^)

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