Sonntag, 3. November 2013

Projekt 52 Bücher, Woche 39

Das Motto diese Woche: "Krank, krank, einfach krank."

Nach langem Wühlen habe ich doch noch ein Buch gefunden, welches letztlich gleich in zweierlei Hinsicht zum Thema passend ist: Sheila

Lasst euch bitte nicht durch den Untertitel abschrecken, der klingt leider amimäßig effekthascherisch, aber trotzdem sollte man das Buch meiner Meinung nach nicht in diese Kategorie stecken.
Ich muss gestehen, im Detail entsinne ich mich nicht mehr an die Story. Ehrlich gesagt habe ich schon große Schwierigkeiten damit, mich zu erinnern wo verdammt nochmal dieses Buch überhaupt her kommt....ich bin mir sehr sicher, dass ich es nicht selbst gekauft habe, das heißt, es muss geliehen sein...aber von wem??? Es hat sich all die Jahre auch niemand aus meinem Freundes- und Verwandtenkreis empört an mich gewendet, wo denn das Buch abgeblieben sei.... (hm....krank, *lol* ^^)
Wie auch immer, trotz dessen dass ich die Story nicht mehr komplett auf der Platte habe, noch ein paar Worte dazu: Es geht um die Arbeit einer Sonderschullehrerin mit psychisch kranken Kindern, im speziellen mit einem besonders schweren Fall, Sheila.
Somit hätten wir einmal "krank" im wahrsten Sinne des Wortes abgehakt.
Das eigentlich Kranke hier sind aber nicht die Störungen der Kinder. Sondern die Umstände, wie es dazu kam, dass sie so geworden sind. Wie gesagt, an Details erinnere ich mich nicht mehr, weiß aber noch sehr genau, dass ich so einige Male beim Lesen schwer geschluckt habe, mir teilweise sogar ziemlich schlecht wurde, mich elend, wütend und einfach nur angewiedert gefühlt habe.
Vielleicht ist das Buch doch ein wenig effekthascherisch aufgezogen...andererseits denke ich, dass es auch nix bringt, grausame Dinge zu verschnörkeln. Vielleicht muss irgenjemand solche Bücher auf diese schonungslose Weise schreiben, um sie der Welt bewusst zu machen. Vielleicht sehe aber auch nur ich das so, weil ich aus beruflicher Sicht selbst schon mehr als einmal miterlebt habe, wie man Kindern Dingen antut, die kein Kind erleben sollte. Selbstverständlich nie in einem solchen Ausmaß wie im Buch, aber vom Prinzip her weiß ich sehr gut, dass solche Geschichten nicht nur Geschichten sind...

Wer es lesen möchte sollte sich darauf einstellen, dass das kein Buch ist, welches man mal eben so zwischendurch liest. Es wird einen beschäftigen, während des Lesens und noch einige Zeit danach. 

Kommentare:

  1. Ich habe gerade so ein Buch gelesen (kommt morgen die Rezi online), mit dem es mir so erging, wie du gerade beschrieben hast: die Geschichte (weil sie noch dazu wahr ist) haftet sich so im Hirn fest, das man immer wieder darüber nachdenken muss... solche Bücher mag ich gerade deswegen so gerne, weil sie anregen, darüber nachzudenken und nicht einfach so wieder "aus den Augen aus dem Sinn" verschwinden...

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  2. Ja das stimmt, solche Storys vergisst man nicht so leicht....
    Dann bin ich mal gespannt auf deine Rezi und werde sie lesen sobald ich Zeit habe ;)

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  3. Antworten
    1. ...aber bitte nur, wenn du in der "Stimmung" dazu bist... sonst tut das glaub ich nicht gut, sowas Schweres zu lesen :/

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